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Absteiger streben mit Macht zurück nach oben
20.11.2016 - 19:24

Ein Drittel der Saison in den oberfränkischen Ligen ist gespielt. Mannschaften, die jetzt noch die weiße Weste behalten, können sich Hoffnungen auf die Meisterschaft machen. Wer aber bislang noch keinen Punkt ergattert hat, steckt mitten im Abstiegskampf.
Nach dieser Theorie ist Kirchenlaibach Aufstiegsaspirant Nummer eins in der Bezirksoberliga . Das Team um Spitzenspieler Reiner Singer siegte dreimal souverän und meldet Ambitionen auf die sofortige Rückkehr in die Regionalliga Nord-West an. Ebenfalls 6:0 Punkte hat der FC Nordhalben auf dem Konto – wobei es für diese Mannschaft offenbar nur um den Meistertitel geht; die Frankenwäldler haben mehrmals auf den Aufstieg verzichtet. Eine gute Rolle spielt Bindlach 3: Den “Aktionären” gelang das Kunststück, zu sechst einen Punkt aus Michelau zu entführen. Seubelsdorf und Michelau, die lange Jahre eine Spielgemeinschaft gebildet hatten, warten “solo” auf den ersten Sieg. Während der eine Aufsteiger Presseck das Schlusslicht der Liga hält, überrascht der andere Aufsteiger Neustadt mit einer positiven Zwischenbilanz.
Auch die Bezirksliga Ost sieht einen Absteiger nach drei deutlichen Siegen vorne: Der SV Thiersheim drängt zurück ins oberfränkische Oberhaus. Doch gleich drei Verfolger sind dem Spitzenreiter auf den Fersen – Marktleuthen 2, Kulmbach und die überraschend starke SG Marktredwitz/Mitterteich. Der ASV Rehau, Vizemeister der Vorsaison, ringt hingegen diesmal um den Klassenerhalt; immerhin holten die Rehauer den ersten Zähler im hart umkämpften Duell mit Marktleuthen. Die Ost-Liga ist derzeit eine Zwei-Klassen-Gesellschaft: Die eine Hälfte der Mannschaften schielt nach oben, die andere Hälfte orientiert sich nach unten.
In der Bezirksliga West trumpft weiterhin Bamberg 2 auf. Der Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga ist das erklärte Ziel. Im Kampf um die Spitze spricht aber auch Burgkunstadt, gleichauf mit den Domstädtern, ein gewichtiges Wörtchen mit – was vor der Saison nicht zu erwarten war. Am anderen Ende der Tabelle: Bamberg, der PSV. Doch der Aufsteiger ist nicht als einziger punktlos – Höchstadt 2 und Mönchröden teilen dieses Schicksal.
Nur noch eine Runde ist in diesem Jahr zu spielen. Nach dem Spieltag am 4. Dezember geht es in die kurze Winterpause.


Jan Fischer


gedruckt am 21.11.2017 - 09:58
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