2. Schachbundesliga
Zugzwang neuer Spitzenreiter....
25.11.2013 - 10:05

Die 3. Doppelrunde in der 2. Schachbundesliga Ost ist Geschichte. Der Winter nahm Rücksicht auf Schach. Die Anfahrt sollte dieses mal nicht Schuld sein an den Ergebnissen. Ich kann natürlich nur aus Sicht des Spielortes Dresden berichten. Gastgeber Dresden gab sich redlich Mühe, sein Heimspiel vorbildlich zu organisieren. Die Hochschule im Stadtteil Blasewitz bot gute Voraussetzungen für ein spannendes Wochenende. Bindlach hatte mich als "Liveticker" im "Gepäck". Die Ergebnisse wurden dann auch zeitnah ins Netz gestellt. Auch Garching gab seine Ergebnisse per SMS und Facebook weiter. So wurde die am Samstag nicht aktualisierte Seite von Jürgen Kohlstädt überbrückt. Das war die Idee. Besser wäre es natürlich andersrum. Für die am letzten Spieltag gebeutelte USG Dresden waren 4 Punkte Pflicht am Wochenende. Gegen Bindlach taten sich die Sachsen schwer, aber der Sieg war dann doch letztendlich verdient. Bedingt durch die Qualität an Ihren ersten 3 Brettern waren sie gegen die Aktionäre nicht aufzuhalten. An den Nachbarbrettern kam Aue zu einem erwarteten vollen Punktgewinn gegen Spitzenreiter Forchheim. Die Erzgebirgler traten in Bestaufstellung an und haben sich auf Ihre Fahnen geschrieben "Saisonziel" 1. Platz. Ob es dann wirklich in die 1. Liga geht, muss die Zeit zeigen, hat doch der sehr emsige Auer Präsident Hillebrand fast 6 Monate Zeit, neue Geldquellen aufzutun. Am Sonntag traten 3 Teams mit der gleichen Aufstellung an, nur Dresden tauschte Filiz gegen Roos aus. Die Elbflorenzer erspielten sich schnell eine beruhigende Führung und gaben diesen Vorsprung gegen tapfer kämpfende Forchheimer nicht mehr ab. An den Nachbartischen entwickelte sich ein verbissen geführter Kampf an den Brettern. Bindlach lag lange in Führung, Aue glich zum 3:3 aus, ehe Petr Martin die Aktionäre mit seinem Sieg gegen den am Wochenende glücklosen Slobodjan wieder in Führung brachte. Nun musste es die Spitzenpartie zwischen Prohaszka und Neuman richten. Der Ungar in Auer Diensten konnte seinen Bauernvorteil (Turm 3 Bauern gegen Turm 2 Bauern) nicht verwerten. Remis nach fast 5 Stunden! Der Bindlacher Sieg gegen den Tabellenführer war perfekt. Die Aktionäre um Manager Mühlnikel (der während des Kampfes an einem Gottesdienst in der Dresdener Frauenkirche teilnahm - vielleicht half das) jubelten, mussten die Franken im Jahr 2012 mit nur 5 Mann gegen Aue und den Winter ankämpfen. Die Revanche glückte. Aue erwies sich aber als fairer Verlierer. Sollte Nickelhuette Aue in den restlichen Partien volle Punktzahl erreichen, kann das Team den Aufstieg immer noch aus eigener Kraft stemmen, hat man doch nur 2 Minuspunkte. Die Tabelle trügt, da einigen Mannschaften noch ein Spiel fehlt.
In Garching war Rosenheim und Zugzwang mit Ihren Punkterfolgen recht zufrieden. Der Abstieg sollte für Kindermann und Co kein Thema mehr sein. 7 Punkte werden heuer wohl nicht ganz reichen. Deshalb muss die halbe Liga auch am nächsten Spieltag (14./15.12.) Gas geben, will man im Januar "über der 8" stehen...! Im Kampf um die Meisterschaft hat Aue die besten Karten. Aber auch Erfurt und Dresden haben nur Minus 4 und lauern auf Ausrutscher der Auer. In folgenden Links berichten die Vereine aus Ihrer Sicht: Forchheim , Erfurt , Garching , München , Plauen


Hier die Links zu Fotos und Videos vom Wochenende


Klaus Steffan


gedruckt am 24.11.2017 - 03:43
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