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Oberfränkkische Ligen - Michelau/Seubelsdorf 2 und Weidhausen sind die großen Gewinner – Presseck und Neustadt steigen auf
11.04.2016 - 16:24

So verrückt wie die Saison der Bezirksoberliga verlief, so kurios und dramatisch ging sie zu Ende: Die zweite Mannschaft der SG Michelau/Seubelsdorf ist nach einem klaren Sieg im Finale oberfränkischer Meister. Allerdings lässt der BSB keine Spielgemeinschaften zu. Daher ist Vizemeister Nordhalben der erste Anwärter auf den Sprung in die Regionalliga Nord-West. Doch noch am Sonntagabend erklärten die Frankenwäldler den Verzicht auf den Aufstieg. Das wiederum eröffnet dem SK Weidhausen die Chance, in die fünfthöchste Liga aufzusteigen. Die Weidhäuser hatten nur einen halben Brettpunkt mehr als die mannschaftspunktgleichen Kirchenlamitzer. Auch Michelau/Seubelsdorf 1 auf Platz fünf hat noch 11:7 Punkte. Im Abstiegskampf rettete sich Waldsassen durch einen knappen Sieg gegen Aufsteiger Weidhausen. Thiersheim half ein kampfloser Sieg gegen Bindlach 3 nicht mehr, außerdem müssen Bamberg 2 und Helmbrechts in die Bezirksligen. Es gibt drei Absteiger, weil aus der Regionalliga zwei Teams in die Oberfrankenliga kommen – TSV Kirchenlaibach und SC Höchstadt.
Die Bezirksliga Ost erlebte ein hochspannendes Endspiel. Nach hartem Kampf hieß es 4:4 zwischen dem Zweiten Rehau und dem Ersten Presseck. Hätten die Rehauer gewonnen, wären sie aufgestiegen. So aber sicherte sich die Mannschaft des Schachklubs Presseck mit nur einem Verlustpunkt den Meistertitel. In der unteren Hälfte der Tabelle erhielt Tröstau/Mehlmeisel Schützenhilfe aus Waldsassen: Weil sich die Klosterstädter in der Oberfrankenliga hielten, bleibt die Spielgemeinschaft in der Bezirksliga Ost. Die vier Absteiger kommen allesamt in die A-Klasse des Kreisverbandes Hof-Bayreuth-Kulmbach: Hof 2, Bad Steben, Rehau 2 und Marktleugast/Stammbach. Aufsteiger: Oberkotzau, Kirchenlaibach 2 und ein Platz für die Schachkreis Marktredwitz.
Foto-Finish auch in der Bezirksliga West: Die Brettpunkte mussten über die Meisterschaft entscheiden. Dabei spielte Höchstadt 2 das Zünglein an der Waage: Mit einem 4:4 gegen Neustadt b. Coburg retteten sich die Mittelfranken – und brachten gleichzeitig die Neustädter in die Bredouille: Sonneberg schloss zum Spitzenreiter auf. Doch das Brettpunkt-Verhältnis des SV Neustadt war so gut, dass es relativ klar zum Aufstieg reichte. Im Ringen um den Klassenerhalt gab es ebenfalls eine Brettpunkt-Entscheidung. Mönchröden sammelte im Laufe der Saison mehr Punkte als Strullendorf und bleibt dadurch in der Liga. Neben Strullendorf muss auch Hallstadt in die A-Klasse Bamberg, Weidhausen 2 geht in die Kreisoberliga CNLK. Aufsteiger (ohne Gewähr): Kronach 2, Tettau, Post SV Bamberg.

Herzlichen Glückwunsch an alle Meister und Aufsteiger!


Jan Fischer


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