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Mittwoch, 25. April 2018
Schachturniere » 19. OIBM Bad Wiessee 2015 - Kacper Piorun unangefochten vorn
Schachturniere

07.11.2015 - 00:11 von Georgios Souleidis


Kacper Piorun ist bei der 19. Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaft nicht aufzuhalten. Der polnische Großmeister gewann am Spitzenbrett gegen Evgeny Postny (Israel) und führt mit fantastischen sieben Siegen das Turnier an. Gegen Postny eröffnete er mit einer ruhigen Variante gegen die Slawische Verteidigung und erreichte ein besseres Mittelspiel mit Läuferpaar und Raumvorteil. Sukzessive vergrößerte er seinen Vorteil und wickelte in ein Schwerfigurenendspiel ab, in dem sein freier Randbauer auf der a-Linie eine Macht darstellte. Postny versuchte in Zeitnot die Geschehnisse taktisch zu verwickeln, doch Piorun blieb auf der Hut und steuerte den a-Bauern unaufhaltsam zu einer neuen Dame. Pioruns härtester Verfolger ist Sergey Volkov. Der russische Großmeister besiegte in einem einseitigen Duell Vladimir Baklan und liegt nur einen halben Punkt hinter dem Tabellenführer. Hinter Volkov folgt eine Gruppe von acht Spielern mit 6,0 Punkten. Unter ihnen befinden sich mit Igor Khenkin und Edin Pezerovic zwei deutsche Spieler. Pezerovic gelang in der 7. Runde das Kunststück seinen Gegner in nur 16 Zügen matt zu setzen.

Die Nr. 1 des Turniers, Liviu--Dieter Nisipeanu, hat mit dem Ausgang der Spitze nichts mehr zu tun. Nach der Niederlage gegen Piorun leistete er sich einen halben Punktverlust gegen den Gögginer Christoph Lippok. Nisipeanu hatte noch Glück im Unglück, denn er hatte eine Figur eingestellt. Vitaly Kunin dagegen hat nach seinem Sieg gegen Fred Hedke 5,5 Punkte auf dem Konto und kämpft in den letzten zwei Runden um eine vordere Platzierung. In der achten Runde kommt es zu einem richtigen Endspiel an Brett eins. Sergey Volkov wird versuchen den Lauf von Kacper Piorun zu stoppen. Ob ihm das mit den weißen Steinen gelingen wird, können sie live ab 16 Uhr mitverfolgen.

Spitzenpartien aus Runde 7 zum nachspielen...
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Schachturniere » 19. OIBM Bad Wiessee 2015 - Hauen und Stechen am Tegernsee
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06.11.2015 - 01:25 von Georgios Souleidis


In der 6. Runde der 19. Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaft sahen die Zuschauer einen Kampf auf Biegen und Brechen. An den ersten 35 Brettern endeten nur acht Partien mit Remis. An Tisch 1 saßen sich Liviu-Dieter Nisipeanu und Kacper Piorun gegenüber. Der deutsche Nationalspieler griff wie am Vortag fulminant mit einem Bauernopfer an und hatte enige Figuren vor dem schwarzen König versammelt. Piorun verteidigte sich aber bravourös und nutzte einen Fauxpas des Deutschen aus, um sogar das Blatt zu wenden. Nisipeanu hatte sich in einer langen Variante verrechnet und sah nach einem Turmopfer, dass das angedachte Matt eine Sackgasse ist. Damit führt der polnische Großmeister weiter mit weißer Weste das Turnier an und hat beste Chancen sich in der Siegerliste des Traditionsturniers einzutragen. Sechs Spieler folgen mit einem halben Punkt Rückstand. Einer von ihnen ist Evgeny Postny (Israel), der Ulf Andersson (Schweden) mit dessen eigenen Waffen schlug. Geduldig manövrierte der Israeli im Mittelspiel, bis er kurz vor der Zeitkontrolle mit einem Zentrumsvorstoß Raum gewann, um am Königsflügel entscheidend anzugreifen. In der Verfolgergruppe befindet sich auch Igor Khenkin. Der deutsche Großmeister ließ Gerlef Meins überhaupt keine Chance und spielt weiterhin um einen der ersten Plätze in Bad Wiesse. Den Siegeslauf des jungen Russen Semen Lomasov (Jhrg. 2002) stoppte Evgeny Alekseev. Der russische Großmeister erwies sich für den jungen Mann noch als eine Nummer zu groß.
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Schachturniere » 19. OIBM Bad Wiessee 2015 - Kacper Piorun führt in Bad Wiessee
Schachturniere

06.11.2015 - 01:25 von Georgios Souleidis


Nach der 5. Runde liegt Großmeister Kacper Piorun (Polen) bei der 19. Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaft als einziger Spieler mit voller Punktzahl an der Spitze. Der polnische Großmeister setzte sich souverän gegen Aloizas Kveinys (Litauen) durch, während die weiteren Partien an den ersten vier Brettern remis endeten. Vitaly Kunin verpasste am Spitzenbrett die Chance auf einen Sieg gegen Evgeny Postny (Israel). Der deutsche Großmeister eroberte im Mittelspiel einen Bauern und besaß kurz vor der Zeitkontrolle die Möglichkeit diesen abzusichern. In schwieriger Stellung ließ er einen Gegenschlag zu, der zur unvermeidlichen Zugwiederholung führte. Liviu-Dieter Nisipeanu spielte in der 5. Runde sehr mutig und kreativ. Gegen Christian Braun opferte die deutsche Nr. 1 gleich drei Bauern. Braun verlor im Variantendickicht die Orientierung und erlaubte Nisipeanu einen effektvollen Sieg. Da Igor Khenkin mit Schwarz gegen Arghyadip Das remisierte, gehören drei deutsche Großmeister zum Verfolgerfeld mit 4,5 Punkten.

Zu den Überraschungen der Runde gehörte der Sieg von Karl-Heinz Kannenberg gegen Matthias Womacka. Allerdings leistete sich der Großmeister einen kapitalen Schnitzer, wonach die Stellung nicht mehr zu halten war. Nicht viel besser erging es Leonid Milov, dem fünften deutschen GM im Feld. Gegen WIM Nato Imnadze bot er in Verluststellung remis an, das die Georgierin voller Ehrfurcht annahm. Fur Furore sorgt weiterhin Semen Lomasov (Jhrg. 2002). Der junge Russe besiegte den wild angreifenden GM Misa Pap und liegt mit 4,5 Punkte hervorragend im Rennen. In der 6. Runde kommt es ausnahmslos zu Großmeisterduellen an den ersten fünf Brettern.

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Schachturniere » 19. OIBM Bad Wiessee 2015 - Oktett in Front
Schachturniere

04.11.2015 - 16:46 von Georgios Souleidis


Nach der 4. Runde der 19. Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaft liegen acht Spieler mit voller Punktzahl in Führung. Unter ihnen befinden sich mit Vitaly Kunin und Igor Khenkin zwei deutsche Großmeister, die bislang keine Probleme hatten ihre Partien zu gewinnen. Die Nr. 1 der Setzliste, Liviu-Dieter Nisipeanu, gab den ersten halben Zähler ab. Nach ruhigem Eröffnungsverlauf gewann er gegen IM Matthias Womacka im Turmendspiel zwar einen Bauern, doch es war zu wenig Material auf einem Flügel übrig, um die Partie siegreich zu gestalten. Bislang haben die Großmeister im Turnier noch keine Niederlage hinnehmen müssen, doch in der 4. Runde entgingen einige von ihnen nur knapp einem Waterloo. Der Lokalmatador Ilya Manakov verpasste gegen Pavel Maletin den möglichen Sieg. Der russische Großmeister blieb sorglos mit seinem König in der Mitte stecken, doch Manakov fand mehrmals den Gewinnweg nicht. Eine gute Partie spielte IM Arno Zude gegen Kacper Piorun. Der polnische Großmeister riskierte mit einer Nebenvariante der Französischen Verteidigung Kopf und Kragen. Zude spielte lange auf sehr hohem Niveau und hätte mit einem Schlag im Mittelspiel direkt gewinnen können. Er verpasste danach noch einige Möglichkeiten, bevor er in Zeitnot die Partie einzügig einstellte. Als Überraschung des Turniers könnte sich Semen Lomasov entpuppen. Der junge Russe (Jhrg. 2002) luchste mit Schwarz GM Andrey Zhigalko fast schon souverän einen halben Punkt ab. Lomasov besitzt die für sein Alter schon respektable Elo von 2357.
Spitzenbretter Runde 4 zum nachspielen...
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Schachturniere » 19. OIBM Bad Wiessee 2015 - Endspieldramen in Bad Wiessee
Schachturniere

03.11.2015 - 19:08 von Georgios Souleidis


In der 3. Runde der 19. Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaft gab es einige haarsträubende Endspiele zu bestaunen. Liviu-Dieter Nisipeanu musste sich am Spitzenbrett enorm strecken, um FM Karsten Schuster zu bezwingen. Nach einer harmlosen Eröffnung wurde ein ausgeglichenes Springerendspiel diskutiert. Schuster ließ den weißen König eindringen, besaß aber einen studienartigen Remisweg. Zu vorgerückter Stunde entging ihm die Rettung und die deutsche Nr. 1 konnte etwas glücklich den vollen Punkt verbuchen. Evgeny Postny musste am dritten Brett noch mehr Leid über sich ergehen lassen. Ingo Cordts griff beherzt an und setzte dem Großmeister am Königsflügel mächtig zu. Das Ergebnis war ein Qualitätsgewinn, doch Postny tauschte die Damen und besaß gefährliche Freibauern am Damenflügel. Cordts gab die "Qualle" zurück, übersah aber im Turmendspiel die mögliche Rettung. Die Partie des Tages fand zwischen Klaus Zeier und Evgeny Alekseev statt. Der russische Großmeister knetete seinen Gegner so lange, bis dieser Material gab und ein Turmendspiel mit vier gegen drei Bauern entstand. Alekseev schien schon wie der sichere Sieger, bis urplötzlich und nach fünf Stunden Spielzeit Zeier eine Pattidee entkorkte, die ihm das Remis sicherte.

Aus dem Kreis der Favoriten feierten Vladislav Tkachiev, Igor Khenkin, Zdenko Kozul und Kacper Piorun deutlich einfachere Siege. Von den deutschen Spielern sei noch Großmeister Vitaly Kunin genannt, der nach drei Runden die volle Punktzahl aufweist. Neben Alekseev musste unter den Großmeistern nur noch Misa Pap in der 3. Runde einen halben Punkt quittieren. Sein Gegner Andre Schaffarczyk leistete sich einfach keinen Fehler. Nach drei Runden liegen bei der 19. OIBM noch 32 Akteure mit voller Punktzahl an der Spitze. In der 4. Runde kommt es reihenweise zu Duellen zwischen GMs und IMs. Es bleibt abzuwarten, ob diese Konstellation zur ersten Niederlage eines Großmeisters führt.
Spitzenpartien Runde 3...
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Schachturniere » 19. OIBM Bad Wiessee - Favoriten experimentieren
Schachturniere

02.11.2015 - 17:40 von Georgios Souleidis


In der 2. Runde der 19. Offenen Internationalen Bayerischen Schachmeisterschaft gaben sich die Großmeister keine Blöße. Der Top-Favorit Liviu-Dieter Nisipeanu nutzte die Fehler seines jungen Gegners Patrick Hoeglauer rigoros aus und gewann sicher. Ähnlich souverän agierten an den weiteren Brettern Vladislav Tkachiev, Evgeny Postny und Evgeny Alekseev. Viele der Favoriten konnten es sich in der 2. Runde gegen die Underdogs leisten in der Eröffnung mit ungewöhnlichen Varianten zu experimentieren. So sah man bei Tkachiev früh einen Springer auf h6, bei Kacper Piorun den "Hippo", bei Igor Khenkin einen stürmischen Königsangriff gegen die Holländische Verteidigung oder bei Vitaly Kunin Philidor im Anzug. Sergey Volkov trieb es sogar richtig bunt und hatte nach 20 Zügen nur die Dame im Spiel. Letztendlich kamen fast alle Favoriten mit einem Sieg durch. Erst an Brett 23 gab es mit dem Remis von Frank Müller gegen IM Dieter Morawietz die erste Überraschung. Nach zwei Runden liegen noch 68 Spieler mit weißer Weste an der Spitze. In der 3. Runde am Montag kommt es zu den ersten Paarungen zwischen Titelträgern. Die Großmeister gehen allerdings als Favoriten gegen die FIDE-Meister ins Rennen.

Hier ein paar Spitzenpartien aus Runde 2 ...
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