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Ein unerwarteter Sieg im Kampf gegen den Abstieg
01.12.2008 - 20:43

Im letzten Punktspiel des alten Jahres musste die erste Mannschaft der SG 1951 fast bis an die tschechische Grenze nach Wiesau reisen. Die Voraussetzungen für einen Sieg waren günstig, denn Sonneberg konnte in Stammaufstellung antreten, während der Gegner seine tschechischen Spitzenspieler Vitak und Skokan ersetzen musste. Es entwickelte sich ein harter Kampf, der lange auf des Messers Schneide stand. Die erste beendete Partie eegab am 4. Brett eine Punkteteilung, da Klaus Brückner diesmal keinen Ansatzpunkt für seine Kombinationen fand und Georg Wurzer ebenfalls nichts riskierte. Durch einen ungefährdeten Sieg von Uwe Neugebauer gegen Andreas Ascherl ging Sonneberg nach ca. drei Stunden in Führung. Gut erholt von seiner Niederlage gegen Pegnitz zeigte sich auch Christopher Hartleb, der in einer von Claus Braunschläger scharf geführten Angriffspartie die Nerven behielt, alle Angriffe abwehrte und nach einem Figurengewinn den Sieg sicher stellen konnte. Franz Geisensetter hatte in einer Caro-Kann Verteidigung gegen Siegfried Oppl stets eine aktivere Stellung, konnte sich jedoch nicht entscheidend durchsetzen. Auch ein Qualitätsopfer fruchtete nichts, so dass er sich schließlich mit einem Remis zufrieden geben musste. Nachdem auch noch Klaus Rierl gegen Uwe Braunschläger sein Turmendspiel sicher gewinnen konnte, war beim Stand von 4:1 für Sonneberg zunächst erst einmal ein Mannschaftspunkt gesichert. Doch um den Sieg musste noch lange gebangt werden, da die Gastgeber verbissen ums Remis kämpften. Klaus Dieter Jacob hatte keinen guten Tag erwischt und ließ sich mit fortschreitender Spieldauer in die Defensive drängen, die Niederlage folgte auf dem Fuße, womit Waldsassen/Wiesau noch einmal Auftrieb erhielt. Trotz remislicher Stellungen an den Brettern 2 und 5 mußte die SG noch lange auf den siegbringenden halben Punkt warten. Schließlich sorgte Egon Matthäi gegen Andreas Eckardt für den „big Point“, nachdem seinem Gegner im Endspiel ein schwerer Fehler unterlief. Auch Ronny Schloßer hatte das Remis quasi schon in der Tasche, sein Gegner versuchte es mit der Brechstange und hätte fast dafür bezahlt. Doch Ronny wählte die falsche Fortsetzung, so dass Michael Schmid nach fast sechs Stunden doch noch gewinnen konnte und den 5:3 Endstand sicherstellte.
Mit diesem zweiten Erfolg hat die Mannschaft nun mit 4:4 Mannschafts- und 15,5 Brettpunkten ein ausgeglichenes Punktekonto und liegt im Mittelfeld der Tabelle. Für die große Ausgeglichenheit in dieser Liga spricht die Tatsache, dass hinter den unangefochtenen Spitzenreiter Kirchenlaibach die Plätze 2 bis 8 ein Punktverhältnis von 4:4 aufweisen. Auch brettpunktmäßig liegen diese 7 Mannschaften ganz dicht beieinander, so dass der Abstiegskampf noch viel Spannung in den nächsten Runden verspricht. Nun gibt es eine längere Pause und erst im neuen Jahr geht es mit dem Spiel gegen den Tabellennachbarn Coburger SV weiter.
Ein Bericht zu den Spielen der zweiten und dritten Mannschaft folgt in Kürze.


Ronny Schlosser


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